Am 13.12. findet der Sozialismustag 2014 im Centro Sociale statt. Wie in jedem Jahr gibt es wieder ein interessantes Workshopprogramm:
/Workshopphase I (12:30 - 14:30 Uhr)/
Neue Linke in den USA?
Mindestlohnbewegung "15$NOW", Wahl einer Sozialistin in Seattle,
streikende Fast-Food-Arbeiter -- in den USA ist viel in Bewegung. Ob
dies die Chance für eine neue Linke Massenpartei oder anhaltende
Streikwellen ist, diskutiert Georg Kümmel von der SAV Köln, der 2014
in den USA politisch aktiv war.
Refugees welcome -- Solidarität statt Spaltung!
Der Schulstreik für Bleiberecht letztes Jahr hat gezeigt: Solidarität
ist möglich. Aber warum und wovor fliehen Menschen? Und was für eine
Bewegung brauchen wir, um Bleiberecht für alle zu erkämpfen und
Fluchtursachen überhaupt abzuschaffen? Mit Beiträgen von Josy
Neumann und Julian Gricksch aus dem Schulstreikbündnis.
Gefahr von Rechts! -- AfD, HoGeSa, etc: was muss die Linke dagegen tun?
Wahlerfolge der Rechtspopulisten von der AfD, zunehmende Islamophobie,
5000 "HoGeSa"-Nazis in Köln, die "Ausländer raus" schreien -- Widerstand
gegen Rechts ist gerade wieder absolut notwendig. Welche Aufgaben und
Strategien die Linke dabei hat diskutieren Leonie Meliones von der SAV
Hamburg und Horst Schneider, Bezirksabgeordneter der LINKEN in Altona
Workshopphase II (15:30 - 17:30)
Krise im Nahen Osten -- Kapitalismus bedeutet Krieg!
Ob Rojava, Syrien oder Israel -- in weiten Teilen vom Nahen Osten
herrscht Krieg! Deutsche Waffen sind überall dabei, auch die Bundeswehr
mischt fleißig mit. Was das ganze mit Kapitalismus zu tun hat, was
"Imperialismus" bedeutet und wie Kriege gestoppt und verhindert werden
können diskutieren Katharina Doll & Torben Böhm von
Linksjugend ['solid].
Marx is back!
"Wer das Geld hat, hat die Macht, wer die Macht hat, hat das Geld!"
(Ton, Steine, Scherben) -- wenn wir den Kapitalismus abschaffen und
durch ein gerechteres System ersetzen wollen müssen wir zuerst verstehen
wie er funktioniert. Eine Einführung in den Marxismus hält Linda
Fischer von der SAV Hamburg.
"Erzieherin? Und wovon lebst du?" - Gute Bedingungen für gute Arbeit!
Die Hamburger ErzieherInnenazubis demonstrieren für eine
Ausbildungsvergütung, Kita-ErzieherInnen fordern 25% mehr Personal und
eine Eingruppierung, von der man vielleicht auch leben kann -- die
Bedingungen in der pädagogischen Arbeit sind mies! Welche Aussichten der
Kampf für bessere Bedingungen hat und wie wir ihn unterstützen können
diskutieren eine Vertreterin vom Kita-Netzwerk (angefragt), n.n.
von den Organisierten ErzieherInnen in der Ausbildung (OEA, angefragt)
und David Schultz (Schulsozialarbeiter, SAV Hamburg).
Abendveranstaltung um 18 Uhr
Weltweit gegen Ausbeutung, Krieg und Kapitalismus!
Auf der ganzen Welt leisten Menschen Widerstand gegen den Kapitalismus
und seine Auswirkungen. Von Hongkong bis Seattle, von Hamburg bis Köln
-- das CWI (die Internationale Organisation, der die SAV angehört) ist
aktiver Teil dieses Widerstandes! Wir berichten auf unserer
Abendveranstaltung von Demos, Streiks und Protesten weltweit und
diskutieren was wir daraus praktisch lernen können.
Konzert ab 21:00 Uhr
Holger Burner und Tim Taylor
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Montag, 8. Dezember 2014
Sonntag, 19. Oktober 2014
Solidarität mit Rojava
Flyertext, den wir gestern am 18.10 vor der U3 Feldstraße verteilt haben:
SOLIDARITÄT
MIT ROJAVA
„Krawalle“
oder Selbstverteidigung: Was passiert in Hamburg?
Wenn
man in den letzten Tagen in Hamburg in die Zeitung geschaut hat liest
man viel von Gewalt und Ausschreitungen – aber wenig von Gründen
dafür. Politiker überstürzen sich mit Aussagen das „hier so was
nicht geht“ - aber der Tonfall hat sich verändert. Waren in den
letzten Wochen „die Kurden“ die Hoffnung gegen das Vordringen des
Islamischen Staates, liest man in den letzten Tagen wieder von der
„verbotenen Terrororganisation PKK“. Innensenator Neumann wird in
der Presse so zusammengefasst: Gewalttätige Ausschreitungen würden
in
Hamburg
nicht toleriert (ndr.de) oder Gewalttätigkeiten gingen nicht
immer nur
von Menschen aus Kurdistan aus (mopo).
Wie
die bewaffneten Angriffe von Salafisten auf Kundgebungen,
Demonstrationen und Kulturzentren passiert sind (schon vorletzten
Mittwoch in Altona), wie lange die Polizei brauchte um da zu sein –
davon liest man wenig. „Gewaltexzesse“ und „gewalttätige
Ausschreitungen“ unterscheiden nicht zwischen Angreifern und
Verteidigern – wieso? Ein paar Ideen dazu:
-
Deutschlands Regierung hat kein Problem mit gewalttätigen
Auseinandersetzungen auf der Welt: Sie beteiligt sich auf
verschiedenen Wegen an Auslandseinsätzen wie im Irak, in
Afghanistan, in Mali oder Libyen. Deutschland ist drittgrößter
Waffenexporteur weltweit und Waffenlobbyisten wie Johannes Kahrs
(SPD) haben ihren Anteil an den Kriegen dieser Welt. Wenn Menschen
vor deutschen Waffen nach Deutschland fliehen und ihre Verwandten
weiter von deutschen Waffen erschossen werden (wie von den Leopard 2
Panzern, die die Türkei schon jahrelang gegen Kurdistan einsetzt)
haben deutsche Politiker kein Recht zu behaupten, dass da fremde
Auseinandersetzungen „auf unserem Rücken ausgetragen werden“.
Wenn die Politiker Ursachen für Gewalt verhindern wollen, sollten
sie bei den deutschen Waffen anfangen!
-
In Rojava kämpfen Organisationen gegen die ISIS, die für
Selbstverwaltung und Demokratie stehen, nicht für die Ausbeutung der
Region durch westliche Konzerne. Deswegen will die NATO
sicherstellen, dass die schweren Waffen in den Händen ihrer
Marionetten bleiben, deswegen wird Kobane so schändlich allein
gelassen im Kampf gegen die ISIS. Kein Vertrauen in die NATO!
-
Anders als es einige Medien und Politiker darstellen, geht es bei den
Auseinandersetzungen mit Anhängern von Salafismus und IS nicht um
einen Kampf „wir gegen den Islam“, sondern um die
Selbstverteidigung kurdischer Arbeiterorganisationen gegen
reaktionäre Angriffe. Jede Schlagzeile, die suggeriert, dass da
„ausländische Gruppen gegeneinander kämpfen“ statt die Wahrheit
zu sagen macht es unwahrscheinlicher, dass sich die Gewerkschaften
und Arbeiterorganisationen aus Deutschland schützend zu unseren
kurdischen KollegInnen stellen. Einen Schutz, auf den wir mehr
vertrauen könnten als auf den der Hamburger Polizei!
Unsere
Solidarität findet auf der Straße statt. Wo tausende gemeinsam
stehen ist jeder Angriff zum Scheitern verurteilt. Berxwedana Kobane
– auch in Hamburg!
Die
SAV tritt ein für:
#
Hilfe und Solidarität durch die internationale Gewerkschaftsbewegung
#
Sofortige Aufhebung des Verbots der PKK und anderer kurdischer
Organisationen in Deutschland
#
Sofortiger Abzug der Bundeswehr- Einheiten aus der Türkei
#
Keine Waffenexporte an die Türkei und die Barzani-Regierung im
Nordirak, Einstellung sämtlicher militärischer und polizeilicher
Zusammenarbeit mit der Türkei
#
Nein zur Festung Europa und zum mörderischen Grenzregime –
Flüchtlinge aufnehmen statt sie zu bekämpfen
#
Kein Vertrauen in den Imperialismus – nein zur Intervention von
USA, NATO, Türkei und Golfstaaten in Syrien und Irak
Mittwoch, 17. September 2014
Veranstaltung: Internationalismus & Befreiungsbewegung
Einladung zu einer Veranstaltung, verteilt auf dem Methfesselfest 2014:
Auf der ganzen Welt gibt es zunehmend bewaffnete Konflikte und Kriege. Die Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland ist glücklicherweise gegen Krieg – ob z.B. 2003 im Irak oder zur Zeit in Afghanistan. Trotzdem ist die Bundeswehr in Afghanistan und Deutsche Waffen werden in die ganze Welt verkauft. Jede verkaufte Waffe und jeder Krieg wird mit Lügen gerechtfertigt – es wird immer wieder behauptet es stehe die sogenannte „westliche Demokratie“ gegen Barbarei oder Terrorismus. Die Herrschenden tun so als sollten ihre Kriege Unterdrückte befreien und Gleichberechtigung durchsetzen. Dabei geht es in Wirklichkeit immer um die Durchsetzung ihrer wirtschaftlichen und geostrategischen Interessen.
Nehmen wir das Beispiel Kurdistan: Dort kämpfen zur Zeit kurdische Verbände von PKK und YPG sowie Peschmerga-Söldner gegen die vorrückende ISIS. Die ISIS ist ohne Frage eine riesige Gefahr für die Bevölkerung im Nordirak und (auch bewaffneter) Widerstand gegen diese ist wichtig. Aber das sich USA, EU und NATO jetzt als bewaffnete „Friedensengel“ aufspielen wollen ist ekelhaft und verlogen. Erst ihre Bomben und Waffen sowie ihre Marionettenregierungen haben Teile der Bevölkerung in die Arme der ISIS getrieben und jede Nato-Bombe schafft weitere ISIS-Kämpfer!
USA und NATO sind an der Unterdrückung und Ausbeutung der meisten Länder der Welt beteiligt. Wirkliche Befreiung muss auch Befreiung von imperialistischer Unterdrückung bedeuten! Die USA oder die BRD sind die letzten die im Interesse unterdrückter Völker handeln – sie handeln im Interesse ihrer eigenen Banken und Konzerne. Dies wissen Milliarden Menschen auf der Welt. Wer Freiheit unterstützen will muss Solidarität mit den um Befreiung kämpfenden leisten, nicht auf imperialistische Armeen setzen. Für ein Ende von Hunger, Armut und Unterdrückung müssen wir letztlich weltweit den Kapitalismus abschaffen! Aber jede Beendigung von Besatzung und Fremdbestimmung bringt uns der Befreiung der Völker näher. Deswegen ist auch der Kampf für ein selbstbestimmtes Kurdistan, Baskenland oder Palästina letztlich ein notwendiger Schritt auf dem Weg zur Befreiung der Welt vom kapitalistischen Elend.
Was bedeutet das dann für uns? Wie können wir Befreiungskämpfe praktisch unterstützen? Gibt es
„gute“ und „schlechte“ Waffenlieferungen? Und wieso denken wir das Internationalismus und nationale Befreiungsbewegungen kein Widerspruch sind? Alle diese Fragen wollen wir gemeinsam diskutieren, auch mit Dir!
Wann: Donnerstag 04.09. 19:00 // Wo? Centro Sociale, Raum Kolleg
Sternstrasse 2, Nähe U Feldstraße
Auf der ganzen Welt gibt es zunehmend bewaffnete Konflikte und Kriege. Die Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland ist glücklicherweise gegen Krieg – ob z.B. 2003 im Irak oder zur Zeit in Afghanistan. Trotzdem ist die Bundeswehr in Afghanistan und Deutsche Waffen werden in die ganze Welt verkauft. Jede verkaufte Waffe und jeder Krieg wird mit Lügen gerechtfertigt – es wird immer wieder behauptet es stehe die sogenannte „westliche Demokratie“ gegen Barbarei oder Terrorismus. Die Herrschenden tun so als sollten ihre Kriege Unterdrückte befreien und Gleichberechtigung durchsetzen. Dabei geht es in Wirklichkeit immer um die Durchsetzung ihrer wirtschaftlichen und geostrategischen Interessen.
Nehmen wir das Beispiel Kurdistan: Dort kämpfen zur Zeit kurdische Verbände von PKK und YPG sowie Peschmerga-Söldner gegen die vorrückende ISIS. Die ISIS ist ohne Frage eine riesige Gefahr für die Bevölkerung im Nordirak und (auch bewaffneter) Widerstand gegen diese ist wichtig. Aber das sich USA, EU und NATO jetzt als bewaffnete „Friedensengel“ aufspielen wollen ist ekelhaft und verlogen. Erst ihre Bomben und Waffen sowie ihre Marionettenregierungen haben Teile der Bevölkerung in die Arme der ISIS getrieben und jede Nato-Bombe schafft weitere ISIS-Kämpfer!
USA und NATO sind an der Unterdrückung und Ausbeutung der meisten Länder der Welt beteiligt. Wirkliche Befreiung muss auch Befreiung von imperialistischer Unterdrückung bedeuten! Die USA oder die BRD sind die letzten die im Interesse unterdrückter Völker handeln – sie handeln im Interesse ihrer eigenen Banken und Konzerne. Dies wissen Milliarden Menschen auf der Welt. Wer Freiheit unterstützen will muss Solidarität mit den um Befreiung kämpfenden leisten, nicht auf imperialistische Armeen setzen. Für ein Ende von Hunger, Armut und Unterdrückung müssen wir letztlich weltweit den Kapitalismus abschaffen! Aber jede Beendigung von Besatzung und Fremdbestimmung bringt uns der Befreiung der Völker näher. Deswegen ist auch der Kampf für ein selbstbestimmtes Kurdistan, Baskenland oder Palästina letztlich ein notwendiger Schritt auf dem Weg zur Befreiung der Welt vom kapitalistischen Elend.
Was bedeutet das dann für uns? Wie können wir Befreiungskämpfe praktisch unterstützen? Gibt es
„gute“ und „schlechte“ Waffenlieferungen? Und wieso denken wir das Internationalismus und nationale Befreiungsbewegungen kein Widerspruch sind? Alle diese Fragen wollen wir gemeinsam diskutieren, auch mit Dir!
Wann: Donnerstag 04.09. 19:00 // Wo? Centro Sociale, Raum Kolleg
Sternstrasse 2, Nähe U Feldstraße
Gegen Krieg, Besatzung und Unterdrückung!
Flugblatt verteilt auf den Gaza-Demos im August:
Seit Anfang Juli bombardiert die israelische Regierung den Gaza-Streifen. Wie in jedem Krieg werden Waffen, mit denen Privatkonzerne mörderisch verdienen, eingesetzt und der Großteil der Menschen, die ihnen zum Opfer fallen, sind Zivilisten. Wie in jedem Krieg benutzen ihn Regierende, um die Arbeiter*Innen in ihrem Land von Problemen wie Armut, Wohnungsnot und Arbeitslosigkeit abzulenken. Wie in jedem Krieg wird Propaganda in die Köpfe gesetzt, um die Bevölkerung gegen den vermeintlichen Gegner aufzuhetzen.
Die israelische Regierung hat in den letzten Jahren Massenbewegungen gegen ihre reaktionäre und arbeiterfeindliche Politik erlebt. Jüdische und arabische Israelis waren in verschiedenen Bereichen, wie in der petrochemischen Industrie, gemeinsam im Streik gegen ihre Arbeitgeber, haben gemeinsam gegen ihre Vermieter demonstriert. Um davon abzulenken, dass jüdische und arabische Arbeiter*Innen dieselben Gegner haben forcierte die Netanjahu-Regierung Siedlungsbau, Besatzungswillkür und rassistische Spaltung. Die ultra-reaktionäre Hamas wird durch die Verwandlung Gazas in ein Freiluftgefängnis nur gestärkt, und die israelische Regierung nutzt dies, um Unterstützung für ihre Kriegspolitik zu organisieren. Ihr ist klar, dass eine reaktionäre Organisation wie die Hamas der Verbrüderung von Juden und Arabern gegen die Herrschenden im Weg steht. Netanjahu hat viel mehr Angst vor einer Massenbewegung wie es die erste Intifada war.
Deutschland ist in diesem Konflikt keineswegs neutral. U-Boote deutscher Rüstungskonzerne werden von der israelischen Armee eingesetzt. Aber vor allem ist die Presse in Deutschland nicht neutral. Ab dem ersten Moment wo Palästinenser*Innen auf die Straße gegangen sind, wurden jegliche Friedensdemos als „Anti-semitische Hetzveranstaltungen“ diskreditiert. Abgesehen davon, dass es unglaublich zynisch ist, wenn reale Kriegsbilder als „Anti-Israel-Propaganda“ diffamiert werden – die rassistischen Spaltungen unserer Herrschenden werden wir nur im gemeinsamen Kampf gegen Krieg überwinden.
Selbstverständlich muss Antisemitismus überall entgegengetreten werden, und es ist notwendig, dass wir das auch auf den Antikriegsdemonstrationen aktiv tun. Der dort leider teilweise tatsächlich vorhandene Antisemitismus verhindert eine breite Antikriegsbewegung – aber glauben wir wirklich, dass die BILD-Zeitung und andere Springer-Medien plötzlich fortschrittlich geworden sind, wenn sie gegen die Anti-Kriegsdemonstrationen anschreiben? Nein, natürlich nicht! Letzte Woche schrieb der Vize der Bild am Sonntag „der Islam stört mich immer mehr. Mich stört die weit überproportionale Kriminalität von Jugendlichen mit muslimischem Hintergrund. Mich stört die totschlagbereite Verachtung des Islam für Frauen und Homosexuelle.“ – Die BILD-Zeitung kämpft mit ihren Lügen, ihrem antimuslimischen Rassismus, ihrer Unterstützung für Thilo Sarrazin und ihren Nacktbildern nur für eins – für die Spaltung der Arbeiter*Innen in Deutschland, ob durch Sexismus, Rassismus oder indem der Arbeiter denken soll, er und sein Boss sind ja beide „Schland“, solange Deutschland Tore schießt.
Es gibt keinen Grund für die Antikriegsbewegung in Deutschland, sich von den Herrschenden spalten und einschüchtern zu lassen. In Tel Aviv waren letzte Woche 7000 gegen Krieg auf der Straße, in Kalandia 10000, in Nazarath 5000. Unsere Schwesterorganisation in Israel & Palästina ist bei diesen Protesten aktiv dabei und muss sich physischen Angriffen von rechten Nationalisten erwehren. Wir stehen in Solidarität mit denen, die gegen Krieg und Besatzung aufstehen.
Es ist unabdingbar eine Alternative zur Spirale von Krieg, Terror und Vertreibung im Nahen Osten aufzuzeigen: für einen Abzug der israelischen Armee aus den Palästinensergebieten, für eine Beendigung der Abriegelung des Gaza-Streifens, für den Schulterschluss von jüdischen und arabischen Arbeiter*Innen und Jugendlichen gegen nationalistische Spaltung, Krieg und Sozialkahlschlag, für die Schaffung einer politischen Interessenvertretung in Israel und Palästina – für einen unabhängigen, demokratischen, sozialistischen Staat Palästina an der Seite eines demokratischen, sozialistischen Staats Israel, mit Jerusalem als Hauptstadt beider Länder, für eine sozialistische Föderation im ganzen Nahen Osten. Dafür steht die „Bewegung sozialistischer Kampf“ die SAV-Schwesterorganisation in Israel/ Palästina.
Seit Anfang Juli bombardiert die israelische Regierung den Gaza-Streifen. Wie in jedem Krieg werden Waffen, mit denen Privatkonzerne mörderisch verdienen, eingesetzt und der Großteil der Menschen, die ihnen zum Opfer fallen, sind Zivilisten. Wie in jedem Krieg benutzen ihn Regierende, um die Arbeiter*Innen in ihrem Land von Problemen wie Armut, Wohnungsnot und Arbeitslosigkeit abzulenken. Wie in jedem Krieg wird Propaganda in die Köpfe gesetzt, um die Bevölkerung gegen den vermeintlichen Gegner aufzuhetzen.
Die israelische Regierung hat in den letzten Jahren Massenbewegungen gegen ihre reaktionäre und arbeiterfeindliche Politik erlebt. Jüdische und arabische Israelis waren in verschiedenen Bereichen, wie in der petrochemischen Industrie, gemeinsam im Streik gegen ihre Arbeitgeber, haben gemeinsam gegen ihre Vermieter demonstriert. Um davon abzulenken, dass jüdische und arabische Arbeiter*Innen dieselben Gegner haben forcierte die Netanjahu-Regierung Siedlungsbau, Besatzungswillkür und rassistische Spaltung. Die ultra-reaktionäre Hamas wird durch die Verwandlung Gazas in ein Freiluftgefängnis nur gestärkt, und die israelische Regierung nutzt dies, um Unterstützung für ihre Kriegspolitik zu organisieren. Ihr ist klar, dass eine reaktionäre Organisation wie die Hamas der Verbrüderung von Juden und Arabern gegen die Herrschenden im Weg steht. Netanjahu hat viel mehr Angst vor einer Massenbewegung wie es die erste Intifada war.
Deutschland ist in diesem Konflikt keineswegs neutral. U-Boote deutscher Rüstungskonzerne werden von der israelischen Armee eingesetzt. Aber vor allem ist die Presse in Deutschland nicht neutral. Ab dem ersten Moment wo Palästinenser*Innen auf die Straße gegangen sind, wurden jegliche Friedensdemos als „Anti-semitische Hetzveranstaltungen“ diskreditiert. Abgesehen davon, dass es unglaublich zynisch ist, wenn reale Kriegsbilder als „Anti-Israel-Propaganda“ diffamiert werden – die rassistischen Spaltungen unserer Herrschenden werden wir nur im gemeinsamen Kampf gegen Krieg überwinden.
Selbstverständlich muss Antisemitismus überall entgegengetreten werden, und es ist notwendig, dass wir das auch auf den Antikriegsdemonstrationen aktiv tun. Der dort leider teilweise tatsächlich vorhandene Antisemitismus verhindert eine breite Antikriegsbewegung – aber glauben wir wirklich, dass die BILD-Zeitung und andere Springer-Medien plötzlich fortschrittlich geworden sind, wenn sie gegen die Anti-Kriegsdemonstrationen anschreiben? Nein, natürlich nicht! Letzte Woche schrieb der Vize der Bild am Sonntag „der Islam stört mich immer mehr. Mich stört die weit überproportionale Kriminalität von Jugendlichen mit muslimischem Hintergrund. Mich stört die totschlagbereite Verachtung des Islam für Frauen und Homosexuelle.“ – Die BILD-Zeitung kämpft mit ihren Lügen, ihrem antimuslimischen Rassismus, ihrer Unterstützung für Thilo Sarrazin und ihren Nacktbildern nur für eins – für die Spaltung der Arbeiter*Innen in Deutschland, ob durch Sexismus, Rassismus oder indem der Arbeiter denken soll, er und sein Boss sind ja beide „Schland“, solange Deutschland Tore schießt.
Es gibt keinen Grund für die Antikriegsbewegung in Deutschland, sich von den Herrschenden spalten und einschüchtern zu lassen. In Tel Aviv waren letzte Woche 7000 gegen Krieg auf der Straße, in Kalandia 10000, in Nazarath 5000. Unsere Schwesterorganisation in Israel & Palästina ist bei diesen Protesten aktiv dabei und muss sich physischen Angriffen von rechten Nationalisten erwehren. Wir stehen in Solidarität mit denen, die gegen Krieg und Besatzung aufstehen.
Es ist unabdingbar eine Alternative zur Spirale von Krieg, Terror und Vertreibung im Nahen Osten aufzuzeigen: für einen Abzug der israelischen Armee aus den Palästinensergebieten, für eine Beendigung der Abriegelung des Gaza-Streifens, für den Schulterschluss von jüdischen und arabischen Arbeiter*Innen und Jugendlichen gegen nationalistische Spaltung, Krieg und Sozialkahlschlag, für die Schaffung einer politischen Interessenvertretung in Israel und Palästina – für einen unabhängigen, demokratischen, sozialistischen Staat Palästina an der Seite eines demokratischen, sozialistischen Staats Israel, mit Jerusalem als Hauptstadt beider Länder, für eine sozialistische Föderation im ganzen Nahen Osten. Dafür steht die „Bewegung sozialistischer Kampf“ die SAV-Schwesterorganisation in Israel/ Palästina.
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